Doppeltes Jubiläum im Seniorenheim

Ein doppeltes Jubiläum wurde am Sonntag, dem 15. Juni 2013, im Speisesaal des AWO-Heimes „Im Kamp“ in Wolfenbüttel gefeiert: Gerda und Friedrich Gollan erhielten den Segen zu ihrer eisernen Hochzeit und es war 20 Jahre her, dass im Seniorenheim der erste Gottesdienst der Neuapostolischen Kirche gehalten wurde.

Am 19. Juni 1994, also vor fast genau 20 Jahren, hielt der damalige Vorsteher und Hirte Klaus Götz in einem kleinen Raum im AWO-Alten- und Pflegeheim „Im Kamp“ den ersten Gottesdienst mit Bewohnern, Gemeindemitgliedern und Gästen. Wer hätte damals gedacht, dass 20 Jahre später fast 50 Geschwister wieder mit Gästen und Bewohnern zu einem Gottesdienst zusammenkommen und dabei auch noch ein Fest der eisernen Hochzeit gefeiert werden kann!

Dem Jubiläumsgottesdienst legte der Vorsteher, Evangelist Peter Syfus, das Bibelwort Sirach 50, 24-26 zugrunde:

„Nun danket alle Gott, der große Dinge tut an allen Enden, der uns von Mutterleib an lebendig erhält und uns alles Gute tut. Er gebe uns ein fröhliches Herz und verleihe immerdar Frieden zu unsrer Zeit in Israel und dass seine Gnade stets bei uns bleibe und uns erlöse, solange wir leben.“

In seiner Predigt verglich er das Bibelwort mit der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft und auch mit den beiden Jubiläen dieses Tages.

Im Jahr 2011 zogen unsere Geschwister Gollan von Wolfsburg nach Wolfenbüttel in das AWO- Alten- und Pflegeheim „Im Kamp“. Sie besuchen seitdem die hier monatlich stattfindenden Gottesdienste.

Vor 20 Jahren waren es die Priester Rolf Götz und Rolf Isensee mit dem Diakon Helmi Peine, die dafür sorgten, dass die Gottesdienste stattfinden konnten. In den zwanzig Jahren verschönte der Seniorenchor (unter der früheren Leitung von Priester Kurt Baumeister, Diakon Werner Meyer aus Thiede, Priester Rainer Brandt aus Salzgitter-Bad, heute Diakon Achim Hartwig) immer wieder die Gottesdienste mit seinem Gesang. Jeden Monat sind abwechselnd Brüder der Gemeinde Wolfenbüttel tätig, den Speisesaal vor und nach dem Gottesdienst umzuräumen, sodass ein schöner Gottesdienstrahmen entsteht. Viele nicht neuapostolische Bewohner aus dem Heim besuchten im Laufe der Jahre die Gottesdienste. Auch Geschwister aus umliegenden Gemeinden kamen immer wieder am Sonntagnachmittag in den Speisesaal. Bis vor einigen Monaten lud unser Diakon (i. R.) Helmi Peine am Samstagnachmittag vor diesen Gottesdiensten mit einem Mitbruder Bewohner zu den Gottesdiensten ein. Er war als „Mann der ersten Stunde“ immer tätig und konnte so manchen Bewohner mit seiner ihm eigenen Art für den Gottesdienst begeistern. Leider ist es ihm körperlich inzwischen nicht mehr möglich, durch die Gänge zu streifen und an den Türen zu klopfen, um einzuladen. Oftmals waren durch ihn bis zu 20 Gäste in den Gottesdiensten! Er lässt es sich trotz körperlicher Beschwerden nicht nehmen, am Nachmittag im Altenheimgottesdienst dabei zu sein.

Für unseren „Onkel Helmi“ könnte man das Sirach-Wort abändern: Wir danken ihm für die Dinge, die er (noch) tut, dass er Gutes tut mit fröhlichem Herz. Gottes Gnade möge stets bei ihm bleiben, solange er lebt!

Dankeschön sei an dieser Stelle einmal allen Mithelfenden dieser 20 Jahre gesagt, der Heimleitung, die uns den Speisesaal zur Verfügung stellt, Sängern, Stühlerückern, Blumenschmückerinnen, Amtsbrüdern, die die Gottesdienste halten, Orgelspielern und Dirigenten, Geschwistern die kamen, Brüder, die den Altar und die Lautsprecheranlage aufbauten, und, und, und. Größter Dank aber gilt unserem himmlischen Vater!

Text: M.L. / Fotos: M.L.