Gottesdienst für Hörgeschädigte in Wolfenbüttel

Zum Gottesdienst für Hörgeschädigte am Sonntag, dem 7. April 2013, in unserer Kirche Wolfenbüttel waren etwa dreißig hörgeschädigte Geschwister mit ihren Begleitern aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen angereist. Gemeinsam mit Bischof Thomas Matthes aus Taucha bei Leipzig erlebten wir einen Gottesdienst, der in die Gebärdensprache übersetzt wurde.

Der Bischof diente mit dem Bibelwort Psalm 118,15:

„Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten: Die Rechte des HERRN behält den Sieg!“

Zu Beginn seines Dienens ging er auf die Herzenswärme ein. Grund dafür war das „Herzlich-Willkommen-Schild“ am Eingang unserer Kirche, sowie Briefe, in denen das herzliche Willkommen bekundet wurde. Dieses hatte sein Herz erwärmt. Auch in jedem Gottesdienst brauchen wir ein warmes Herz. „Lasst uns miteinander ein warmes Herz haben“, war der Wunsch des Bischofs an alle.

Eingehend auf das Bibelwort verdeutlichte uns der Bischof, dass hinter dem Sieg, den wir erringen, z.B. bei einem sportlichen Wettkampf oder beim Sieg über eine Krankheit immer Gott steht. Im Zusammenhang mit dem Eingangslied „O Jesus Christ, mein Leben“ (GB 65) blickte er zurück auf das Ostergeschehen – die Auferstehung Jesu. Es drückt klar aus, dass der Gottessohn Tod und Teufel besiegte. Der Herr hat gesiegt! Auch wenn Ostern vorbei ist, wollen wir uns freuen und mit Freude vom Sieg singen. Bischof Matthes gab uns den Rat, diese Freude zu jeder Zeit und an jedem Ort weiterzutragen. Mit jedem Guten, was wir tun, zieht Freude ins Herz ein.

Im Mitdienen des Priesters Lutz Mayet (Gemeinde Pattensen) und des Evangelisten Ernst Knigge (Gemeinde Braunschweig) wurden Gedanken der Freude noch weiter vertieft. Freude, dass Jesus lebt, ist wie ein Motor in uns. Jesus – unser Freund – ist heute, morgen und jeden Tag immer wieder ganz nah bei uns. ER steht immer hinter uns. Freuen wir uns, dass Gott uns segnet und seine Engel an unserer Seite sind. Diese Freude wollen wir ausstrahlen, so dass man es auf unseren Gesichtern sehen kann.

In Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl nahm Bischof Matthes Bezug auf die Gnade. Gnade ist für alle gleich und kann nicht verdient werden.

Während des Gottesdienstes wurde das Lied „Stern auf den ich schaue“ von allen Geschwistern unter der Anleitung von Schwester Julia Dörmann (Gemeinde Fallersleben) gebärdet, d.h. der Liedtext wurde mit Gebärdenzeichen dargestellt.

Nach dem Gottesdienst waren alle Geschwister zum Brunch eingeladen. So konnte noch manches schöne Gespräch – mit und auch ohne Gebärden – geführt werden.

K.G. / R.G.